Neu als Chef – Der 4-Wochen-Plan für eine erfolgreiche Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation (Woche 4)

Erfolgreiche Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation - 4-Wochen-Plan Neu als Chef - Detlef FröhlichIn den ersten drei Wochen des 4-Wochen-Plans für eine erfolgreiche Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation haben wir das Hauptaugenmerk auf das Kennenlernen aller wichtigen Personen, die Mitarbeitermotivation, das Erkennen und Beseitigen von Schwachstellen sowie Ihr persönliches Wohlbefinden gelegt.

>>Teil 1 – Der 4-Wochen-Plan erfolgreiche Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation
>>Teil 2 – Der 4-Wochen-Plan erfolgreiche Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation
>>Teil 3 – Der 4-Wochen-Plan erfolgreiche Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation

In der 4. Woche geht es um klare Absprachen und um Kontrolle.

Zielvereinbarung mit Ihrem Vorgesetzten

Es ist an der Zeit, mit Ihrem Vorgesetzten intensiver ins Gespräch zu kommen und klare Absprachen zu treffen.

Hinterfragen Sie die Vorstellungen Ihres Vorgesetzten, die Unternehmens- und Abteilungsziele sowie die in Sie und Ihre Mitarbeiter gesetzten Erwartungen.

Vereinbaren Sie mit Ihrem Vorgesetzten klar definierte und messbare Ziele und Teilziele und klären Sie mit ihm ab, welche Gestaltungsspielräume Ihnen zugebilligt werden.

Ihr Vorgesetzter als Informationsquelle

Ihr Vorgesetzter kann Ihnen auch wertvolle Informationen und Tipps zu den Unternehmenswerten und –normen, zur Unternehmenskultur, den Besonderheiten des Hauses, der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und wichtigen Entscheidungsträgern sowie wichtige Informationen zu Ihren Mitarbeitern geben.

Seien Sie aufrichtig interessiert und hinterfragen Sie auch für Sie wichtige Dinge. Bedrängen Sie dabei aber Ihren Vorgesetzten nicht und vermeiden Sie den Eindruck, ihn aushorchen zu wollen.

Vertrauen aufbauen

Nicht alle Informationen werden Sie gleich beim ersten eingehenden Gespräch erhalten. Das ist auch gar nicht möglich und nötig.

Viel wichtiger ist, dass Sie regelmäßig das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten suchen und zu ihm ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis aufbauen und pflegen.

Seien Sie ehrlich und loyal

Dazu gehört es, dass Sie offen und ehrlich zu ihm sind, sich loyal verhalten und Vertrauliches auch vertraulich behandeln.

Nicht jede seiner Entscheidung wird Ihnen gefallen. Wenn Sie Bedenken haben, Fehlentscheidungen erkennen oder eine andere Lösung haben, dann sprechen Sie ihm persönlich. Kritisieren Sie Ihren Vorgesetzten nicht vor anderen und reden Sie nicht schlecht über ihn, schon gar nicht vor Ihren Mitarbeitern.

Seien Sie geradlinig

Ist eine Entscheidung gefallen, dann tragen Sie sie mit und sorgen dafür, dass in Ihrem Bereich alles dafür getan wird, das gewünschte Ziel auch zu erreichen.

Sollten Sie eine Entscheidung Ihres Vorgesetzten partout nicht mittragen können, wollen oder dürfen und ein Gespräch mit ihm keine Veränderung der Situation herbeiführen, dann wenden Sie sich mit seiner Kenntnis an die nächsthöhere bzw. zuständige Instanz in Ihrem Unternehmen.

Vertraulich ist vertraulich

Bevor Sie mit Ihrem Vorgesetzten Erörtertes weitergeben, klären Sie mit ihm sein Einverständnis ab.

Wird Vertraulichkeit vereinbart, dann gilt die Vertraulichkeit. Verbreitet der Flurfunk schon Details, dann informieren Sie Ihren Vorgesetzten und sprechen Sie mit ihm die weitere Vorgehensweise ab.

Sie sollten es auch niemals nötig haben, für irgendwelche Zwecke vertrauliche Informationen an Dritte weiterzugeben.

Klare Absprachen mit Ihren Mitarbeitern

Haben Sie mit Ihrem Vorgesetzten klare Ziele vereinbart, dann tun Sie das Gleiche mit Ihren Mitarbeitern. Legen Sie die Zielvorgaben Ihren Mitarbeitern offen dar und geben Sie ihnen dann die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und Lösungswege zu erarbeiten.

Haben Sie Vertrauen in und zu Ihren Mitarbeitern

Übertragen Sie Ihren Mitarbeitern Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen. Die Gesamtverantwortung können und sollten Sie nicht abgeben.

Haben Sie Vertrauen in Ihre Mitarbeiter und unterstützen Sie sie auf dem Weg zum Ziel. Lassen Sie ihnen großzügigen Handlungsspielraum. Konzentrieren Sie sich darauf, die Ergebnisse und weniger den Weg zu kontrollieren. Behalten Sie aber stets den Überblick und achten Sie darauf, dass nichts aus dem Ruder läuft.

Reden, reden, reden

Die wichtigsten Hilfsmittel sind dabei ist das regelmäßige Gespräch mit den Mitarbeitern und der Gang durch die Werkhalle, die Büros oder über die Baustelle. Das bringt im Regelfall weitaus mehr als ein eher hemmendes und beschönigendes Berichtswesen. Ihre Mitarbeiter sollen schließlich Ergebnisse liefern und nicht Papierberge produzieren.

Desto mehr Sie Ihre Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung und Umsetzung einbinden, desto eher werden Sie sich mit den Aufgaben und Veränderungen identifizieren können und aktiv mitwirken.

Feedback geben

Geben Sie Ihren Mitarbeitern, aber auch Ihrem Vorgesetzten regelmäßig Rückmeldungen. So wissen Ihre Mitarbeiter wo Sie stehen und Ihr Vorgesetzter lebt in der Lage.

Finden Sie dabei das richtige Maß. Ihrem Vorgesetzten reicht möglicherweise ein monatlicher Bericht. Ihre Mitarbeiter sollten aber wesentlich häufiger das Gefühl haben, dass Sie an ihrer Arbeit wirklich interessiert und Sie für sie da sind.

Lob und Anerkennung

Seien großzügig mit Lob und Anerkennung. Das bestärkt Ihre Mitarbeiter in ihrem Handeln und fördert die Arbeitsmoral und die Leistungen.

Ein guter Richtwert ist, jede Woche bei jedem Ihrer Mitarbeiter etwas zu finden, für das Sie ihm ehrliche Anerkennung aussprechen können. Es müssen dabei nicht immer gleich die großen Dinge oder Leistungen sein. Beachten Sie auch die Leistungen im Kleinen, wie die zügig erledigte Kundenbeschwerde, das freundliche Verhalten gegenüber dem Kunden, der pflegliche Umgang mit den Maschinen, das regelmäßige Aufräumen des Sozialraumes …

Richtig kritisieren

Wenn Sie kritisieren müssen, dann kritisieren Sie das Verhalten oder die Sache, aber greifen Sie nicht die Person an. Ein Mitarbeiter ist nicht gleich deshalb ein schlechter Mensch, nur weil er regelmäßig zu spät kommt. Sie müssen ihm also nicht sagen, dass er ein Versager ist, sondern Sie sollten ihm verdeutlichen, dass seine Verspätungen den Arbeitsprozess empfindlich beeinträchtigen und Sie daher sein Verhalten nicht dulden können.

Und ich kann es nicht häufig genug betonen, seien Sie bei Fehlern großzügig, aber bei schlechtem Verhalten konsequent.

Sie werden Ihren Weg machen

Mit diesem 4-Wochen-Plan für eine erfolgreiche Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation können Sie als neuer Chef frühzeitig und zum gegenseitigen Vorteil die Weichen richtig stellen. Nicht alles wird immer und sofort reibungslos funktionieren. Wenn Sie sich aber nach diesem Plan richten, werden Sie eine gute Basis für die weitere Zusammenarbeit mit Ihren Mitarbeitern und Ihrem Vorgesetzten schaffen.

Bleiben Sie Mensch!

Der Umgang mit Ihren Mitarbeitern und Ihrem Vorgesetzten wird Sie immer wieder fordern und vor neue Herausforderungen stellen. Lassen Sie sich nicht unterkriegen und Sie werden Ihren Weg machen. Da bin ich mir ganz sicher. Bleiben Sie Mensch und bleiben Sie nicht stehen. Entwickeln Sie sich kontinuierlich weiter. So wie Sie wachsen werden, so wird auch Ihre Professionalität in der erfolgreichen Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation wachsen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Hand und viel, viel Erfolg!

Detlef Fröhlich
Erfolgreiche Mitarbeiterführung und Mitarbeitermotivation

 

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